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Bildung

Jeder Mensch stellt sich unter Bildung etwas anderes vor. Die einen denken, es gehe darum, möglichst viel Wissen anzuhäufen. Jemand, der bei Trivial Persuit alle Fragen beantworten kann, scheint das Ziel erreicht zu haben. Für andere ist es wichtig, zu jedem Stichwort etwas aus einem alten renommierten Buch (und sei es die Bibel) zitieren zu können. Wieder andere denken, dass Bildung sich dadurch bemerkbar macht, dass man immer und bei allem mitreden kann.

Doch reicht es, sich viel Informationen in sein Gehirn zu stopfen? Und wozu?

Für mich bedeutet Bildung mehr. Ich denke, es ist wichtig, die Informationen, die einem zur Verfügung stehen auch nutzen zu können.

Was bringt es mir, wenn ich viel Information in mir ansammle, sie aber nicht zu nutzen weiß? Was bringt es, wenn ich die Worte anderer Menschen zitieren kann, aber deren Zusammenhang, in dem sie gesagt wurden, nicht verstehe oder gar nicht kenne? Damit kann ich deren Bedeutung auch nicht verstehen. Für mich ist es wichtiger, meine eigenen Gedanken zu denken und zu verstehen, was ich sage. Dies ist nicht immer leicht, da ich dazu neige, gleichzeitig zu reden, während ich denke. Gedanken müssen reifen. Man muss offen sein für Neues und innovativ.

Sachverhalte müssen auch diskutiert werden, um evtl. Gegenargumente auf Stichhaltigkeit zu prüfen. Hierzu braucht man Menschen, die einem gedanklich folgen können und offen sind für neue Ideen. Zur Zeit habe ich verschiedene Menschen, mit denen ich meine Gedanken austausche. Zum einen sind da meine guten alten Freunde aus meiner Jugend und Studium, mit denen ich mich, wann immer ich zurück in die Heimat komme, treffe. Dann habe ich einen Hauskreis und eine Gemeinde, wo Menschen sind, mit denen man offen über Erkenntnisse, Gedanken und Zweifel reden kann, und nicht zuletzt habe ich auch bei Mensa Menschen gefunden, mit denen man über Gott und die Welt diskutieren kann.

Als Mathematikerin fällt es mir leicht, logische Zusammenhänge zu erfassen und mir fallen ständig intuitiv Parallelen von mathematischen Zusammenhängen in der Natur und meinen Mitmenschen auf.

Ich stelle fest, das es mir relativ leicht fällt eigene Ideen zu entwickeln, komplexe Probleme zu lösen und Ideen weiterentwickeln. Viel schwerer fällt es mir, Gedankengänge anderer nachzuvollziehen oder bereits von anderen Erkanntes auch zu verstehen. Ich denke eben lieber selbst.

Mich selbst würd eich nicht als sehr gebildest bezeichnen. Eher als talentiert und clever.

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Letztes Update 17.04.2007
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