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Was ist Glück?

Die zentrale Frage lautet "Was ist Glück für mich?" oder "Wie finde ich heraus, was Glück für mich ist?" Ich denke dies ist der Schlüssel zum Glück: man muss herausfinden, was einen glücklich macht, denn sonst weiß man ja gar nicht, wann man glücklich ist!

Glücklich sein ist die Wahrnehmung eines Gefühlszustandes.

Manchen Menschen hilft es, in die Vergangenheit zu schauen und sich zu fragen "Wann habe ich mich mal so richtig glücklich gefühlt". Wenn man einen oder mehrere solche Zustände in seiner Vergangenheit (evtl. Kindheit) findet, dann kann man analysieren, was einen damals glücklich machte. Ebenso kann man sich täglich beobachten, um herauszufinden welche Dinge Glücksgefühle hervorrufen.

Es hilft, dies auch aufzuschreiben, um ein Bild von sich zu bekommen.

Wenn man nun Kriterien erarbeitet hat, was einen glücklich macht, dann muss man noch herausfinden, in welchen Mengen bzw. mit welcher Gewichtung man diese Dinge als Glück empfindet.

Viele Menschen denken, wenn etwas sie in kleiner Menge glücklich macht, dann muss eine große Menge sie noch viel glücklicher machen, aber so ist das leider nicht. Oft machen uns Dinge deshalb glücklich, weil wir sie sonst entbehren. Wenn wir sie im Übermaß haben, nehmen wir sie nicht mehr als glücksfördernd wahr, manchmal sogar eher als Gegenteil.

Ebenso sind viele Dinge nur im Zusammenhang mit anderen Kriterien glücksfördernd. Das Leben ist also ein langes Sich-Selbst-Beobachten, und man muss ständig neu definieren, was einem zum persönlichen oder gemeinsamen Glück fehlt.

Hier stellt sich die Frage:

"Brauche ich andere Menschen, um glücklich zu sein?"

Wahrscheinlich reicht es nicht, einfach irgendwelche Menschen zu nehmen. Die Menschen, die unser Glück evtl. begünstigen, sollten wohl bestimmten Anforderungen genügen (und wenn es nur die Zeit ist, die sie für uns mitbringen sollten).

"Muss ich viel sehen und viel erleben, um glücklich zu sein?"

Auch dies ist von Mensch zu Mensch verschieden. Es gibt Menschen, die sind zufriedener, wenn ihr Leben von außen betrachtet monoton verläuft, andere müssen immer unterwegs sein und neue äußere Eindrücke bekommen. Das hat wohl auch viel damit zu tun, ob man eher introvertiert oder extravertiert ist.

"Vielleicht ist Glück ein klitzekleiner, kaum wahrnehmbarer Zeitpunkt in einer Weile großer Zufriedenheit?" Ja, da ist was dran, denn nur etwas, was sich vom Normalzustand abhebt nimmt man gesondert wahr. Die Wahrnehmung von Glück hat doch sicherlich etwas mit der Sonderausschüttung von Hormonen zu tun, was sich wohl nach einer Weile ein pendelt, sonst würde man ja ständig wie unter Drogen rum rennen. Aber auch ein nur kleiner Zeitpunkt bedeutet noch lange nicht, dass er dann nicht da ist. Glück existiert dann dennoch.

Wir Mathematiker sagen immer, wir sind glücklich, wenn wir ein Problem haben, dass wir lösen dürfen. Dies zeigt, dass Glück nicht an Dingen fest gemacht werden kann, sondern sehr davon abhängt, wie wir mit diesen Dingen umgehen.

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Letztes Update 17.04.2007
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